100 Jahre Turnhalle Lichtenberg – gemeinsam gefeiert, erinnert und nach vorn geschaut

Hallo alle zusammen!

manche Gebäude sind einfach mehr als vier Wände, ein Dach und ein paar Räume. Sie werden zu Orten, mit denen man Erinnerungen verbindet. Genau so ein Ort ist unsere Turnhalle. Und deshalb war der 18. September 2026 ein ganz besonderer Tag für Lichtenberg: Unsere Turnhalle feierte ihren 100. Geburtstag!

Zahlreiche Einwohnerinnen und Einwohner, Vereinsmitglieder, Freunde und Gäste waren gekommen, um dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern. Los ging es bereits ab 17:00 Uhr ganz gemütlich. Der Streetfoodtruck, organisiert vom Simsontreffen Lichtenberg e. V., sorgte für die passende Verpflegung und damit für eine gute Grundlage für einen geselligen Abend.

  

Neue Sitzecke am Spielplatz offiziell eröffnet

Ein weiterer schöner Moment des Abends war die offizielle Eröffnung der neu überdachten Sitzecke am Spielplatz.

Der vom Förderverein Gemeinde Lichtenberg e. V. errichtete Treffpunkt bietet künftig Kindern, Familien und Besuchern einen schönen Platz zum Verweilen, Spielen und miteinander ins Gespräch kommen. Die zahlreichen Gäste konnten sich an diesem Abend selbst davon überzeugen, wie gelungen das Ergebnis geworden ist.

Danach gehörte die große Bühne ganz unserer Jubilarin: der 100 Jahre alten Turnhalle. Beim gemeinsamen TSV-Vereinsfoto versammelten sich zahlreiche Mitglieder des TSV 1886 Lichtenberg e. V., um diesen besonderen Moment festzuhalten.

100 Jahre Turnhalle – 100 Jahre Geschichten

In einem Jahrhundert hat unsere Turnhalle einiges erlebt. Hier wurde Sport getrieben, trainiert, gefeiert, diskutiert und gelacht. Generationen von Lichtenbergerinnen und Lichtenbergern haben in diesen Räumen ihre ganz persönlichen Erinnerungen gesammelt. Und auch für mich persönlich ist die Turnhalle untrennbar mit einem großen Teil meines Lebens verbunden.

Gemeinsam mit Ralf Schreiter, dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden und Trainer durfte ich als Vorsitzender, mehr als ein Vierteljahrhundert lang als die Geschicke des Sports in diesem Haus mitgestalten.

Vom SV 99 zurück zum TSV

Ein Blick zurück: 1999 standen die Mitglieder des TSV vor einer schwierigen Entscheidung. Es ging darum, ob der Judosport in Lichtenberg aufgegeben werden sollte oder ob es einen Neustart geben könnte.

Die Diskussionen innerhalb des TSV waren damals sehr kontrovers. Da der gesamte Vorstand aus der Abteilung Fußball hervorging, entschieden sich die Judosportler schließlich dazu, einen eigenen Verein zu gründen: den SV 99 e.V.

Gesagt, getan – und ich wurde zum Vereinsvorsitzenden gewählt.

Dem neuen Verein schlossen sich später auch die Abteilungen Turnen und Tischtennis an. Fußball und Volleyball blieben hingegen beim TSV. Mein persönliches Ziel war dabei eigentlich immer klar: Irgendwann sollten die beiden Sportvereine wieder zusammenfinden und die alten Querelen hinter sich lassen. 2014 war schließlich der richtige Zeitpunkt gekommen. In einer gemeinsamen Mitgliederversammlung beschlossen die damals 74 Mitglieder des SV 99 e. V. gemeinsam mit dem zu diesem Zeitpunkt noch 38 Mitglieder starken TSV, wieder einen gemeinsamen Weg zu gehen. Damit gab es in Lichtenberg wieder einen Sportverein: unseren Traditionsverein TSV 1886 Lichtenberg e. V.

Und wenn man heute schaut, was daraus geworden ist, kann man durchaus stolz sein.

Seit dem 16. April 2026 wird der Verein von seinem neuen Vorsitzenden Stefan Gocht geführt. Der TSV zählt mittlerweile 174 Mitglieder in sechs Abteilungen:

  • Judo
  • Fußball
  • Volleyball
  • Kindersport
  • Turnen
  • Tischtennis

Dazu kommt das komplett neu sanierte Sportlerheim, das ebenfalls vom TSV betrieben wird.

Eine solche Entwicklung passiert natürlich nicht von allein. Hinter den Zahlen und Erfolgen stehen vor allem viele Menschen, die über Jahre Zeit, Kraft und Herzblut investiert haben. An erster Stelle möchte ich dabei die Trainerinnen und Trainer sowie die Übungsleiterinnen und Übungsleiter der einzelnen Abteilungen nennen sowie die anderen Vorstandsmitglieder. Aber auch meine Frau möchte ich an dieser Stelle ausdrücklich erwähnen. Sie hat sich über viele Jahre immer wieder den zahlreichen bürokratischen Hürden angenommen und gemeinsam mit dem Vorstand so manchen „Brocken“ aus dem Weg geräumt. Vielen Dank an alle, die in den vergangenen 26 Jahren ihren Teil zu dieser Entwicklung beigetragen haben!

Im Namen aller Beteiligten durften Ralf Schreiter und ich beim Jubiläumsabend die Ehrung und Anerkennung des Kreissportbundes entgegennehmen. Darüber haben wir uns sehr gefreut.

Erinnerungen an 675 Jahre Lichtenberg

Und weil wir in Lichtenberg ja mittlerweile Übung darin haben, besondere Jubiläen zu feiern, lief während des gesamten Abends in der Turnhalle ein Film über unsere 675-Jahr-Feier im vergangenen Jahr. Alte und neue Bilder sorgten für viele bekannte Gesichter, manche „Ach, weißt du noch?“-Momente und natürlich für reichlich Gesprächsstoff. So verging der Abend bei guter Stimmung, vielen Begegnungen und zahlreichen Erinnerungen fast wie im Flug.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht deshalb an alle Vereine, Organisatoren, Helferinnen und Helfer, die zum Gelingen dieses Abends beigetragen haben – insbesondere an den Förderverein Gemeinde Lichtenberg e. V., den TSV 1886 Lichtenberg e. V. und das Simsontreffen Lichtenberg e. V. sowie natürlich an alle weiteren Unterstützer.

100 Jahre Turnhalle und 675 Jahre Lichtenberg – zwei Jubiläen, die eines ganz deutlich gezeigt haben: Unsere Gemeinde lebt von Gemeinschaft, Engagement und Zusammenhalt.

 

Machbarkeitsstudie für das Gewerbegebiet Lichtenberg

Kommen wir von den Jubiläen zu einem Thema, das uns schon eine ganze Weile beschäftigt: der geplanten Machbarkeitsstudie für unser Gewerbegebiet.

Im vergangenen Jahr hatten wir bei der Landesdirektion einen Förderantrag über das Programm FR Regio – Förderrichtlinie Regionalentwicklung des Freistaates Sachsen eingereicht. Zwischenzeitlich erhielten wir vom Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien die Information, dass unser Vorhaben als priorisiertes Projekt eingestuft und zur Prüfung einer möglichen Förderung über GRW Infra (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung Regionaler Wirtschaft) an das zuständige Ministerium weitergegeben wurde. Bei GRW Infra fördern Bund und Land gemeinsam. Also hieß es zunächst: Warten auf Nachricht.

Da wir im Juni noch immer nichts gehört hatten, fragten wir bei der Landesdirektion nach. Daraufhin fand am 01.Juli 2026 ein gemeinsamer Termin statt. Das Ergebnis war leider ernüchternd: Für GRW Infra lag dort kein Antrag vor. Außerdem konnte unser ursprünglich über FR Regio gestellter Antrag nicht einfach in das Programm GRW Infra übernommen werden. Kurz gesagt: Unser Antrag war nicht weitergereicht worden – und informiert wurden wir darüber leider ebenfalls nicht.

Also hieß es: zurück an den Schreibtisch.

Das inzwischen veraltete Angebot des Planungsbüros musste aktualisiert werden und anschließend wurde ein neuer Antrag eingereicht. Die gute Nachricht: Mündlich wurde uns zugesichert, dass die Machbarkeitsstudie grundsätzlich gefördert werden kann.

Jetzt warten wir noch auf den schriftlichen Bescheid.

Wir hoffen, dass dieser nun bald kommt und das Planungsbüro anschließend mit seiner Arbeit beginnen kann. Denn eines ist klar: Wir möchten bei der Entwicklung unseres nachfrageorientierten Gewerbegebietes nicht einfach „irgendwie loslegen“, sondern zunächst genau wissen, was möglich ist, was sinnvoll ist und wie wir bzw. ein möglicher Investor das Gebiet zukunftsfähig entwickeln können.

 

Neue Sporthalle am Kindergarten – endlich Baurecht!

Auch bei unserer geplanten neuen Sporthalle am Kindergarten gibt es Neuigkeiten.

Im August haben wir nach inzwischen rund zwei Jahren endlich das Baurecht vom Landratsamt erhalten.

Zwei Jahre warten – und jetzt?

Jetzt geht die Arbeit erst richtig weiter.

Für die weitere Fördermittelakquise benötigen wir zunächst eine Standort- und Nutzungsstudie. Darin soll unter anderem untersucht werden, wie groß der tatsächliche Bedarf an der neuen Sporthalle ist, wie sie genutzt werden kann, mit welcher Auslastung zu rechnen ist und wie die Räumlichkeiten sinnvoll aufgeteilt werden können. Auch Fragen zur Energieversorgung gehören dazu: Kann die Halle beispielsweise weitgehend autark mit Strom und Wärme betrieben werden? Wie soll das Regenwasser auf dem Grundstück versickern? Und natürlich muss auch der Standort insgesamt noch einmal genau betrachtet werden. Eine solche Studie kostet natürlich Geld. Vorgesehen sind derzeit 73.760 Euro.

Damit die Gemeinde ihren Eigenanteil möglichst gering halten kann, haben wir auch hierfür wieder Fördermittel beantragt. Über LEADER haben wir eine Förderung von bis zu 50.000 Euro beantragt. Ob wir diese Förderung erhalten, entscheidet der Koordinierungskreis am 29. Oktober 2026. Also heißt es wieder einmal: Daumen drücken!

Und natürlich werden wir auch beim zweiten Aufruf zur Sportmilliarde wieder einen Förderantrag für den Bau der neuen Halle einreichen.

Beim ersten Aufruf wurde leider kein einziges Projekt aus dem Landkreis Bautzen berücksichtigt. Aber wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

 

Abwasseranschluss für den Ratssaal – gemeinsam anpacken

Auch im Gemeindeamt geht es weiter. Der Einbau der neuen Toilette im Ratssaal schreitet voran. Die Wände stehen bereits und die Technik für Toilette, Waschbecken und Pissoir ist installiert. Als Nächstes ist nun der Fliesenleger an der Reihe.

Damit das Abwasser auch ordnungsgemäß abgeleitet werden kann, musste die Abwasserleitung im Hof des Gemeindeamtes bis zum Übergabeschacht komplett neu verlegt werden. Und genau hier zeigte sich wieder einmal, was in Lichtenberg möglich ist, wenn viele Hände gemeinsam anpacken. Am Samstag, dem 26. September 2026, nahmen sich einige Mitglieder des Fördervereins Gemeinde Lichtenberg e. V. dieser Aufgabe an. Aufgraben, Rohre verlegen, wieder verfüllen und anschließend auch noch das Granitpflaster ordentlich einsetzen – und das alles an nur einem Tag!

Während die einen kräftig zupackten, kümmerten sich andere um das leibliche Wohl. Auch das gehört schließlich zu einem gelungenen Arbeitseinsatz dazu.

Ein ganz herzliches Dankeschön an die Mitglieder des Fördervereins Gemeinde Lichtenberg e. V. für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung und die tolle Arbeit! Und nicht zu vergessen, ein großes Dankeschön an die Firma Fleiro und Firma Elektroanlagen Drescher für das ausleihen der Technik.

  

Und damit bin ich auch schon wieder am Ende. Das war es für heute mit meinem Bürgermeisterbericht. Wobei „am Ende“ eigentlich nicht ganz stimmt – denn während dieser Bericht erscheint, liegt der Tag der offenen Tür unserer Feuerwehr am 3. Oktober bereits hinter uns. Und auch danach wird es in Lichtenberg nicht langweilig:

- Drachenfest, organisiert vom Simsontreffen e.V., am 31. Oktober 2026

- Geflügelschau des Rassegeflügelvereins am 14. und 15. November 2026

 

Es bleibt also auch in den kommenden Wochen einiges los in unserer Gemeinde und ich hoffe wir sehen uns.

Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute Zeit, bleibt gesund und genießt die hoffentlich noch vielen schönen Herbsttage!

Euer Bürgermeister

Thomas Wuttke



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